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Der Jeddah Tower: Ein Wolkenkratzer der Superlative

Wirtschaft

Der Jeddah Tower, früher bekannt unter dem Namen Kingdom Tower ist ein Bauprojekt in Saudi Arabien, genauer gesagt in Dschidda (englisch Jeddah).  Die Fertigstellung ist bis Ende 2019 geplant. Die Eröffnung soll dann 2020 über die Bühne gehen.

Der Kingdom Tower in Dschidaa wird schon bald zum Dschidaa Tower. Dieser soll höher, größer und spektakulärer werden! Ursprünglich sollte der Wolkenkratzer bis zu 1600 m hoch werden. Deshalb hatte er auch den Spitznamen „Mile High Tower“. Die geplante Höhe wurde aufgrund der Bodenbeschaffenheiten auf 1007 m reduziert.

Das Spektakel namens Jeddah Tower

Jeddah Tower in Saudi Arabia

Dennoch wird der ehemalige Kingdom Tower jenen in Dubai übertreffen. Dort befindet sich nämlich das 828 Meter hohe Burj Khalifa, derzeit das größte Gebäude der Welt. Nun wird aus dem Jeddah Tower ein „one mile Tower“ und damit das höchste Gebäude der Welt. Im Turm selbst sollen sich Restaurants, Appartements, Hotelzimmer sowie ein Einkaufszentrum befinden. Um den Turm herum wird ebenso eine komplett neue, künstlich angelegte Stadt errichtet.

Kingdom Tower – Jeddah

Bei der "Jeddah Economic City" wurde energieeffizient gebaut. Die künstliche Stadt soll 16 Milliarden Euro kosten.  In ihrer finalen Ausdehnung soll sie sich auf 168 Quadratkilometer erstrecken. Das ist ungefähr ein Viertel der Größe der Stadt Wien. In Zukunft soll sich auf dem Jeddah Tower auf einer Höhe von 502 Metern die höchste Aussichtsplattform der Welt befinden.

Jeddah Tower aktuell

Der Grundriss

Der Grundriss des Turms wird auf einer Ypsilonform beruhen. So sollen die riesigen Lasten getragen werden. Alle Bereiche eines Stockwerkes befinden sich in Fensternähe. So müssen weder die Bewohner, noch die Büroarbeiter dunkle Ecken in Kauf nehmen. Laut dem 69-jährigen Architekten Adrian Smith ist der Wind das größte Problem. Ein weiteres Problem könnten die Aufzüge werden. Je höher das Gebäude ist, schwerer werden die Kabel in den in den Fahrstuhlschächten. Das finnische Unternehmen arbeitet an leichteren Kabeln aus Kohlefasern. Allerdings sind diese noch nicht einsatzbereit. Auch die Fahrzeit der Aufzüge könnte zu einem Problem werden. Die Fahrstühle müssen bei großer Höhe langsamer fahren oder sogar eine Pause einlegen, damit das Ohr keine Schäden davonträgt. Gerade für zukünftige Appartementbesitzer könnte dies unangenehm werden.

Bau verzögert sich

Der Bau des Turms hat sich verzögert. Die saudische Polizei musste mehrere Verantwortliche im Kampf gegen Korruption verhaften. Ursprünglich war die Fertigstellung des Gebäudes erst 2018 geplant. Ursache für die Verzögerung ist auch die wirtschaftliche Situation von Saudi Arabien. Die wichtigste Einnahmequelle ist der Verkauf und Export von Erdgas und Erdöl ins Ausland. Der Preis für Erdöl ist in den letzten Jahren so stark gesunden, dass die herrschende Königsfamilie die Rechnungen der Bauunternehmen nicht mehr bezahlen konnte. Das gesamte Projekt sollte ursprünglich 900 Millionen Euro kosten. Doch aufgrund der Verzögerung werden die Kosten höher sein. Der Wolkenkratzer soll 2020 eröffnet werden. Der Jeddah Tower soll aber nur ein Baustein in einem noch viel größeren Projekt sein. Die „Saudi Vision 2030“ ist eine Initiative von Prinz Mohammed bin Salman. Dieser hat das Ziel, das Königreich zu modernisieren und Alternativen für die von Ölproduktion und -export abhängige Wirtschaft zu entwickeln. Generell hat der Bau von Wolkenkratzern in den letzten Jahren einen Boom erlebt. China ist Spitzenreiter in Sachen „Skyscraper“.

Projekt Promotion

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