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Eigenheim-Finanzierung durch Hypotheken - Darauf müssen Sie achten

Immobilien & Wohnen

Wer ein Haus bauen oder eine Immobilie kaufen will, wird ein Großteil der anfallenden Kosten über Fremdkapital finanzieren. Dafür benötigt man in der Regel ein günstiges Darlehen. Hier kommt die sogenannte Hypothek ins Spiel. Was das bedeutet und alles Wichtige zu Hypothekendarlehen, Zinssätzen und Kosten erfahren Sie hier.

Das sogenannte Hypothekendarlehen ist beim Hausbau oder Immobilienkauf oft eine attraktive Finanzierungsvariante. Dabei wird die Immobilie bzw. das Grundstück als Sicherheit für das Darlehen verpfändet. Dies passiert mit der Eintragung einer Grundschuld im Grundbuch. Dank der sicheren Basis sind Hypothekendarlehen meist mit vorteilhaften Hypothekenkonditionen für den Bauherrn oder den Immobilienkäufer versehen. Darüber hinaus lässt sich ein solches Hypothekendarlehen sehr langfristig anlegen. Mit sogenannten Hypotheken- oder Darlehensrechnern lassen sich online nicht nur die Gesamtkosten und Tilgungsraten, sondern auch die Dauer bis zur vollständigen Tilgung berechnen.

Eigenheim-Finanzierung

Was ist eine Hypothek?

Bei einer Hypothek handelt es sich um ein Pfandrecht an der Immobilie und gehört zu den Grundpfandrechten, die zur Sicherung einer Forderung dienen. Die Rechte an der Immobilie werden dabei vom Kreditnehmer abgegeben. Eine Hypothek ist im Bankwesen nichts anderes als eine Kreditsicherung.  Die Höhe der Hypothek wird dabei vom Wert der Immobilie abhängig gemacht. In der Regel wird der Kredit unterhalb der Höhe der Hypothek gewährt.

Wie funktioniert eine Hypothek?

Bevor man eine Hypothek beantragen möchte, muss zunächst ein Darlehensantrag bei der Bank oder bei der Sparkasse eingereicht werden. Vor Antragsstellung wird das Kapital überprüft. Sofern der Anteil an Eigenmitteln unter 40 % liegt, kann die Baufinanzierung abgelehnt werden. Bevor der Eintrag in das Grundbuch erfolgt, werden Rückzahlungsmodalitäten mit dem jeweiligen Kreditinstitut geklärt. Sollte es zu Zahlungsausfällen beim Kredit kommen, kann die Bank die Immobilie zwangsversteigern. Aus dem Erlös werden die ausstehenden Forderungen beglichen.

Kosten bei einer Hypothek

Zusätzliche Kosten

Zunächst fallen Bearbeitungsgebühren an.  Darüber hinaus kann auch eine Änderung des Grundbucheintrags zu einem zusätzlichen finanziellen Aufwand führen. Grundsätzlich hängen die Ausgaben und Abgaben auch von der Höhe der Hypothek ab. Zusätzlich dazu kann eine Maklerprovision, Grunderwerbssteuer, Anwalts- oder Notarkosten anfallen oder auch Kosten für die Beglaubigung der Unterschriften entstehen.

Hypothekenrechner

Mit dem Hypothekenzinsrechner können Sie mithilfe der Angabe von Darlehenssumme, Eigenkapital und anfänglicher Tilgung ihre Hypothek auch einfach online kalkulieren. Mit dem Hypothekenrechner lassen sich auch die Erwerbsnebenkosten ermitteln. Geben Sie sowohl Makler- und Notar- als auch Grundbuchgebühren als Prozentsatz ein und die Berechnung der konkreten Beträge funktioniert automatisch.

Hypothekenrechner

Höhe des Hypothekendarlehens

Die Höhe eines Hypothekendarlehens wird von mehreren Faktoren bestimmt. Neben dem Nachweis eines geregelten Einkommens sowie von finanziellen Rücklagen wird der Marktwert der Immobilie geschätzt. Die errechnete Summe bestimmt, wie hoch der Hypothekenkredit sein kann. Je nach Anbieter können die gewährten Hypothekenkredite in ihrer Höhe und ihren Hypothekenkonditionen allerdings unterschiedlich ausfallen. Hier lohnt sich ein Vergleich. Es ist also ratsam, sich gleich mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Fragen Sie also nicht nur die eigene Hausbank nach den Bedingungen für ein Hypothekendarlehen, sondern auch andere Banken und führen einen Hypothekenvergleich durch. Damit erhöhen Sie die Chancen auf ein günstiges Hypothekendarlehen.

Nicht nur Banken bieten Hypotheken an

Hypothekenbank oder Versicherung?

Doch nicht nur eine Bank, sondern auch eine Versicherung kann man bei Hypotheken heranziehen. Versicherungen bieten oftmals (ab einer sechsjährigen Laufzeit) günstigere Hypothekenzinsen als Banken an. Langfristig gesehen zahlt sich also eine Versicherung aus. Bei kurzfristigen Hypothekenkrediten lohnt es sich eher, eine Hypothekenbank für ihr Vorhaben auszuwählen.

Kosten bei einer Hypothek

Refinanzierung

Die Refinanzierung erfolgt bei einer Bank anders als bei einem Versicherungsunternehmen. Banken finanzieren die Hypotheken über Kundeneinlagen bzw. mit Geldern aus dem Kapitalmarkt. Auf der anderen Seite sind Versicherer darauf aus, renditestarke und langfristige Anlagelösungen für Prämiengelder zu suchen.

Wie werden sich Hypotheken entwickeln?

Hypothekenzinsen stark gefallen

Durch die Zinsentwicklung der vergangenen Jahren sind die Hypothekenzinsen stark gefallen. Die Leitzinsen wurden in vielen Ländern aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung (besonders in Europa) nahezu auf null gesenkt. Liegenschaftsbesitzer mit kurzen Laufzeiten profitieren von dieser Entwicklung, während Personen mit einer langen Laufzeit eher darunter leiden.

Schuldenfalle Hypothek

Achten Sie darauf, im Alter nicht in eine Schuldenfalle zu geraten. Dies passiert vor allem dann, wenn die Hypothek nicht abbezahlt wird. Dann ist eine Immobilie keine optimale Altersvorsorge, sondern eine Last. In Deutschland hat jeder vierte Immobilieneigentümer über 69 Jahre sein Haus oder seine Eigentumswohnung noch nicht abbezahlt. Dies hat besonders für Erben eine böse Überraschung zur Folge.

 
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